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Iubilaeum MMXXV - klicken für größeres Bild
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Iubilaeum MMXXV - Notenbeispiel
Notenbeispiel
Titel Iubilaeum MMXXV  NEU! 
Artikel-Nr. 4123204
Kategorie Blasorchester/HaFaBra
Unterkategorie Konzertmarsch
Besetzung Ha (Blasorchester)
Format/Umfang PrtStm (Partitur und Stimmen)
Erscheinungsland Niederlande (nl)
Verlag * Molenaar Edition
Verlags-Artikelnr. * MOL 013829060
Verkaufspreis Bitte einloggen um den Preis anzuzeigen.hier klicken
Komponist Camilleri, Anthony
Schwierigkeitsgrad 4
Dauer 6:40
Zusatzinfo/Inhalt Anthony Camilleris *Iubilaeum MMXXV* ist ein Konzertmarsch für Oberstufenblasorchester, der zum Heiligen Jahr der Hoffnung 2025 entstand. Das Werk verbindet traditionelle Marschelemente mit symphonischer Entwicklung und wechselt zwischen festlicher Feier und kontemplativer Reflexion. Harmonische Veränderungen, wechselnde Klangdichten und die Weiterentwicklung der Themen spiegeln die Spannung zwischen Hoffnung und Unsicherheit wider. Die abschließende Reprise integriert das musikalische Material und erweitert dadurch die traditionelle Form des Konzertmarsches.

(© musicainfo.net)
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Programmnotizen *: Ergänzungstext

*Iubilaeum MMXXV* von Anthony Camilleri: Der Konzertmarsch zwischen Feier und Reflexion

Mit *Iubilaeum MMXXV* legt Anthony Camilleri eine Komposition für Oberstufenblasorchester vor, die anlässlich des Heiligen Jahres der Hoffnung 2025 entstand. Das von Papst Franziskus ausgerufene Jubiläumsjahr stand im Zeichen von Hoffnung, Trost und gemeinschaftlicher Erneuerung. Camilleris Werk greift diese Inhalte auf und überträgt sie in eine musikalische Form, die zugleich traditionsgebunden und erweitert erscheint. Im Juli 2025 erhielt die Komposition den dritten Preis bei der 4. Premier Music International Competition Pro.

• Der Marsch als Ausgangspunkt

Die Bezeichnung als Konzertmarsch verweist auf die historische Gattungstradition. Erhalten bleiben der regelmäßige Bewegungsimpuls, die Orientierung an marschartigen Rhythmen, prägnante Themen und die klangliche Präsenz des Blasorchesters. Dadurch bleibt das Werk unmittelbar zugänglich und erfüllt zunächst die Erwartungen an einen festlichen Konzertmarsch.

Camilleri nutzt diese Merkmale jedoch nicht als starre Vorgaben. Der Marschrhythmus wird in einen übergeordneten musikalischen Prozess eingebunden und übernimmt unterschiedliche Ausdrucksfunktionen. Er steht nicht nur für Bewegung und öffentliche Feierlichkeit, sondern kann ebenso Konzentration, Spannung und innere Zurücknahme vermitteln. Auf diese Weise oszilliert die Komposition zwischen der Freude gemeinschaftlichen Musizierens und einer kontemplativen Reflexion über die Bedeutung von Hoffnung.

• Zwischen festlicher Feier und kontemplativer Reflexion

Diese Spannung zeigt sich besonders in der harmonischen Gestaltung. Harmonische Einfärbungen erweitern vertraute tonale Zusammenhänge und stellen deren Stabilität zeitweise infrage. Wechselnde tonale Zentren erzeugen den Eindruck einer musikalischen Orientierungssuche. Bestätigung und Unsicherheit treten dadurch in ein wechselndes Verhältnis. Die Hoffnung erscheint nicht als ungebrochener Optimismus, sondern als Perspektive, die sich gerade angesichts von Verzweiflung, Verlust und Ungewissheit bewähren muss.

Auch die Behandlung der Klangschichten trägt zu diesem Ausdruck bei. Texturale Verdichtungen bündeln melodische Linien, Gegenstimmen, rhythmische Bewegungen und orchestrale Klangflächen. Ihnen stehen transparentere, zurückgenommene Passagen gegenüber, in denen einzelne Instrumentalfarben und Motive deutlicher hervortreten. Der Wechsel zwischen klanglicher Fülle und Reduktion schafft Kontraste, ohne die einzelnen Abschnitte voneinander zu isolieren.

• Symphonische Entwicklung innerhalb der Marschform

Die kompositorische Erweiterung des Marschgenres liegt vor allem in der symphonischen Entwicklung des Materials. Themen und Motive werden nicht lediglich wiederholt, sondern verändert, verdichtet und in neue harmonische oder instrumentatorische Zusammenhänge überführt. Ein zunächst festlich auftretendes Thema kann später eine nachdenklichere Bedeutung annehmen. Rhythmische Modelle verlieren zeitweise ihre Direktheit, bevor sie in einer Steigerung erneut an Prägnanz gewinnen.

Die abschließende Reprise besitzt deshalb eine über die reine Wiederholung hinausgehende Funktion. Sie stellt das zuvor vorgestellte Material nicht unverändert wieder her, sondern erweitert und integriert es. Frühere musikalische Zustände werden in einer umfassenderen Perspektive zusammengeführt. Die Rückkehr zu den festlichen Elementen erscheint dadurch nicht als einfache Wiederaufnahme, sondern als Ergebnis einer durchlaufenen Entwicklung.

*Iubilaeum MMXXV* bewahrt somit die formale und rhythmische Identität des Konzertmarsches, überwindet jedoch dessen funktionale Begrenzungen. Der Marsch bleibt als musikalische Grundlage erkennbar, wird aber in eine großformale, symphonisch gedachte Architektur eingebettet. Festliche Feier, gemeinschaftliches Erleben und kontemplative Reflexion stehen in einem konstruktiven Spannungsverhältnis.

• Anthony Camilleri stellt die Gattung damit in einen reflektierten und kompositorisch anspruchsvolleren Kontext. *Iubilaeum MMXXV* ist nicht nur eine musikalische Würdigung des Heiligen Jahres, sondern auch eine Auseinandersetzung mit den Bedingungen von Hoffnung. Die Komposition entwickelt ihre abschließende musikalische Bestätigung nicht durch die Verdrängung von Zweifel, sondern durch dessen Einbindung in einen größeren formalen und klanglichen Zusammenhang. •

Text: © musicainfo.net (KI)

Quellen/Sources:
Molenaar: Iubilaeum MMXXV
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